PV Gutachter
 

Ertragsgutachten

Ein Ertragsgutachten gibt jedem Investor Sicherheit über die Wahl und Güte des Standortes. Bei großen Solarparks werden in der Regel sogar mehrere unabhängige Ertragsgutachten gefordert. Im Ertragsgutachten wird der spezifische Ertrag, sowie die Performance Ratio bestimmt. 

Die Ergebnisse aus dem Ertragsgutachten beziehen sich auf die Werte des Deutschen Wetterdienstes von 1981 bis 2000. Um ein Ertragsgutachten zu erstellen brauche Ich Kenntnis über die verwendeten Komponenten, des Verschattungswinkels, sowie des Belegungsplans erforderlich.

Aber auch in den privaten Bereich lohnt es sich, ein Ertragsgutachten von einem TÜV zertifiziertem Gutachter  erstellen zu lassen. So haben Sie von Anfang an die nötige Sicherheit bei der Planung Ihrer PV-Anlage.

Bestandsaufnahme

Einer meiner wichtigsten Aufgaben ist die visuelle Überprüfung der Photovoltaikanlage. Um einen Gesamtüberblick zu bekommen begutachte ich:

  • Den Gesamtaufbau der Photovoltaikanlage
  • Die Dokumentation
  • Die Leitungsführung 
  • Die Auswahl der elektrischen Betriebsmittel 

Unter anderem werden die DIN VDE 0100 Teil 712 und die entsprechenden Teile der DINVDE 0100 untersucht. Zusätzlich überprüfe Ich die Eignung der Komponenten in Bezug auf den Einsatzort (UV-Beständigkeit, Temperaturbeständigkeit der Komponenten, Abstand der Wechselrichter, Stringsicherung, Wärmeabfuhr in den Generatoranschlusskästen).

Die Überprüfung nach RAL GZ 966 kann erfolgen, insofern der Vertrag nach RAL abgeschlossen wurde.

Auch eine Überprüfung nach VdS 3145 kann erforderlich sein, wenn die Versicherung dies vorschreibt. Vor Vertragsabschluss sollte überprüft werden, ob die VdS 3145 Vertragsbestandteil ist. 

Messungen

Für eine bessere Kontrolle der Photovoltaikanlage sind vor der ersten Inbetriebnahme gemäß DIN VDE 0126-23 (DINEN 62446) bestimmte Messungen vorgeschrieben.

Brände, direkte und indirekte Personenschäden sind oft auf Montagefehler zurückzuführen. Dieses Risiko wird durch meine fachgerechte Messung beträchtlich reduziert. Diese Messungen sind zudem Bestandteil der BGVA2 (Berufsgenossenschaft).

Auch Kennlinienmessungen ermöglichen einen Rückschluss auf die Güte der Photovoltaikanlage. Folgende Messungen müssen an einer Photovoltaikanlage nachgewiesen werden.

  • Schutzleiterwiederstandsmessung 
  • Isolationswiederstand
  • Leerlaufspannung
  • Kurzschlussstrom

Die Messungen können auch stichprobenartig von mir nachgeprüft werden. 

Untersuchung von PV-Modulen


Im Folgenden möchte ich Ihnen die verschiedenen Arten meiner Untersuchungen von PV-Anlagen aufzeigen

Kennlinienmessung
Module können Vorort mit einem Kennlinienschreiber auf Minderertrag untersucht werden. Kalibriete Referenzzellen sind dafür Voraussetzung.

 Mit diesem Verfahren werde Ich die Leistungs- und Strom/Spannungskennlinien von den PV-einzelmodulen als auch von einem Modulstring messen. Die gemessenen Werte werden unter STC (Standard Test Bedingungen) in Watt Peak umgerechnet. (Einstrahlungsstärke1000W/m², Umgebungstemperatur 25 °C) 

Dabei bestimme Ich folgende Werte:

  • Leistung in Wp (STC und OPC)
  • RS Serienwiederstand
  • Bestimmung der Kennlinie unter STC (Standart Testbedingungen)  
  • Bestimmung der Kennlinie unter OPC (Operating Condition Betriebsbedingung)
  • FF (Füllfaktor)

 

In der Regel ist eine Vorortanalyse schneller und preiswerter, als die Untersuchung der Module in einem Labor.
Bei starker Abweichung ist es dagegen erforderlich die Module zusätzlich in einem Labor zu untersuchen um das Ergebnis zu verifizieren.

Elektrolumineszenz

Elektrolumineszenz dient der Bestimmung der Zellqualität mit Hilfe von Bildern der Solarzellen. Dabei wird die Zelle oder das Modul mit einer Spannung beaufschlagt. Nun fließt ein Strom "rückwärts" durch die Solarzelle. Dieser Strom erzeugt ein Leuchten der Solarzelle (Elektrolumineszenz, abgekürzt EL). Die Stärke des Leuchtens entspricht der Effektivität des betrachteten Solarzellenbereichs. Mit entsprechenden Einstellungen einer Kamera mit ausreichender Empfindlichkeit kann Ich somit die Effektivität der Solarzellenbereiche als Bild aufnehmen. Wenn die Zelle inaktive Zonen hat (z.B. durch Brüche, Finger Interruptions, Hot Spots, kleine Kristalle) sinkt die Effektivität. Das wird im Elektrolumineszenzbild durch dunkle Schatten sichtbar.
Dieses Verfahren dient der Qualitätskontrolle vor oder nach dem Einbau von Solarmodulen. Mit Hilfe von mobilen EL-Geräten ist eine Messung sowohl im Feld, als auch auf Privaten Dächern möglich.

 Thermografie 

Mit dem Thermographieverfahren prüfe Ich bei den zu untersuchenden PV-Generatoren das Wärmebild. Es werden Fehler in den Zellen mit Hilfe von hochauflösenden Sensoren untersucht. Dabei kann Ich Fehler (in den Bypassdioden, Hot Spots, Missmatsching, Zellkurzschluss …) erkennen.

Gerade bei größeren Anlagen ist Dank der Thermografie ein schnellerer Rückschluss auf bestimmte Defekte möglich.

Netzanalyse

Mit einer Netzanalyse kann Ich die Netzgüte in Bezug auf Spannungseinbrüche oder Spannungsanhebungen,  Frequenzschwankungen, Spannungsunterbrechungen, transiente Ereignisse und Oberschwingungen ermitteln.

Der Einfluss von Wechselrichtern kann Störungen verursachen.  Zudem wird der Wechselrichter in Bezug auf Strahlung und Leistungsdaten von mir untersucht. 
Eine Netzanalyse ist in der Regel dann erforderlich, wenn häufige Ein- und Abschaltvorgänge am Wechselrichter erfolgen. Denn zu häufige Schaltvorgänge können die Lebensdauer vermindern und zu Mindererträgen führen. 

Untersuchung von PV-Wechselrichtern

An den Wechselrichtern können Messungen zur Überprüfung an 1bzw.  
3- phasigen Betriebes durchgeführt werden. 

  • Wirkleistungsmessung DC AC (mit Temperatur und Einstrahlungsstärke) 
  • Leistungsfaktor cos phi
  • Spannungs- und Strom- Oberwellen b is zur 50. Ordnung
  • Spannungsanomalien (Langzeitmessung) 
  • Netzanalyse


Zusätzlich kann das Temperaturverhalten des Wechselrichters mit einer Thermographieuntersuchung  
von mir ermittelt werden. 

Dokumentation

Ein wichtiger Bestandteil der PV-Anlage ist die Dokumentation. Mit ihrer Hilfe kann die Wartung auch für Nachunternehmer nachvollzogen werden.

In der Praxis werden die Mindestanforderungen der Dokumentation meist nicht erfüllt, dies kann dann zu erheblichen Kosten führen.

Auch in einem Schadensfall ist die Dokumentation unverzichtbar. Von daher übernehme ich die Dokumentation Ihrer (geplanten) PV-Anlage gerne für Sie.

Brandschutz/Blitzschutz Photovoltaik

Folgende Maßnahmen sind zu beachten um den Brandschutz bei PV-Anlagen einzuhalten:  

  • Eine Einbindung des Blitzschutzes/Überspannungszutzes ist je nach Gefährdungsbeurteilung erforderlich
  • Die Auswahl der Komponenten in Bezug auf maximal auftretende Temperaturen in und um die Verteilerschränke ist zu beachten.
  • Die Qualitätskontrolle der elektrischen Verbindungen ist wichtig.
  • Häufig treten (Trafo-) Brände durch Lichtbögen an fehlerhaften Kabeleinführungen auf daher ist die Qualitätskontrolle sehr wichtig.  
  • Die Abstände der Wechselrichter zu den Seiten und angrenzenden Gebäudeteilen ist wichtig. 
  • Bei Industrie und Zweckbauten sind zusätzliche Anforderungen z.B. nach DIN 182234 zu beachten.
  • Brandabschnitte dürfen nicht überbaut werden. Gerade auf aufgeständerten Dachanlagen werden oft Brandwände überbaut.
  • Die Auswahl der Sicherungen ist zu beachten. Bei einer Parallelschaltung von mehreren Strings, sind die Herstellerangaben zu beachten. 
  • Bei Lichtbögen entstehen extrem hohe Temperaturen, darum muss die Gleichstromverkabelung dauerhaft den Witterungsumständen angepasst werden.
  • Es wird der Einbau eines Feuerwehrschalters (Photovoltaik)  empfohlen. Es wird derzeit die Anwendungsregel (Anforderung zur Freischaltung im DC Bereich einer PV-Anlage) VDE AR E 2100-712 erarbeitet
  • Überprüfung der Photovoltaikanlage für den bestehenden Blitzschutz nach DINVDE 0185 (DIN EN 62305-3 VDE 0185-305-3 Beiblatt5) 

 

Blitzschutz und Überspannungsschutz

Die Maßnahmen zum Blitzschutz und Überspannungsschutz dienen im Wesentlichen dem Brandschutz.
Für öffentliche Gebäude ist der Aufbau einer Blitzschutzanlage vorgeschrieben. Die Einbindung einer Photovoltaikanlage erfolgt in diesem Fall nach DINVDE 0185 (DIN EN 62305-3 VDE 0185-305-3 Beiblatt5).

Bei privaten, nicht öffentlich genutzten Gebäuden wird oftmals auf Blitzschutzmaßnahmen, vor allem wegen Kostengründen, verzichtet. Ich habe festgestellt, dass bei vielen Betreibern eine gewisse Sensibilität für dieses Thema fehlt. Obwohl nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen die Installation einer Photovoltaikanlage das Risiko eines Blitzeinschlags nicht erhöht, ist es doch sinnvoll über ein nachrüsten des Blitzschutzes nachzudenken. Denn ein Blitzeinschlag kann zu einer erhöhten Gefährdung der elektrischen Einrichtungen, die im Gebäude vorhanden sind, führen. Dies ist darin begründet, dass durch die Führung der PV-Leitungen innerhalb des Gebäudes in vorhandenen Steigschächten und Kabeltrassen hohe feld- und leitungsgebundene Störungen durch Blitzströme entstehen. Deshalb ist es notwendig das Schadensrisiko durch Blitzeinschlag entsprechend DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2) abzuschätzen und die daraus resultierenden Ergebnisse bei der Planung zu berücksichtigen. Dabei helfe ich Ihnen gerne.

Anlagenoptimierung

Die Forschungen und Entwicklungen gehen in der Solarbranche erfolgsversprechend weiter. Gerade im Bereich der Anlagenoptimierung hat sich in den letzten Monaten viel bewegt.

Durch intelligente Leistungsoptimierer stehen Ihnen ganz neue Möglichkeiten zur Verfügung. So muss zum Beispiel die Fläche um einen Schornsteine herum, der einen Schatten auf die Module werfen würde, nicht mehr ausgespart werden. Das gibt Ihnen eine viel größere Flexibilität bei der Planung, als früher. Gerne helfe ich Ihnen dabei.

Aber auch bestehende Anlagen können nachgerüstet werden. Mit Hilfe von intelligenter Leistungsoptimierung kann Ihre bestehende Anlage bis zu 25% mehr Erträge erzielen. Gerne erstelle ich Ihnen ein Gutachten.

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